Innere Zufriedenheit – falsche Träume
Innere Zufriedenheit fühlt sich guuut an!
Sie macht satt, dadurch manchmal auch ein bisschen träge *grins*, aber in jedem Fall glücklich – mich zumindest!
In den nächsten Tagen/Wochen werde ich hier noch viel über mein Leben und Erlebtes schreiben, so dass vielleicht nachvollziehbarer wird, was für mich innere Zufriedenheit bedeutet und weshalb mir diverse Oberflächlichkeiten nur (noch) wenig sagen. Ich bin sehr dankbar, diesen Reife- und Entwicklungsprozess hinter mir zu haben.
Träume hatte ich schon viele in meinem Leben. Manche davon habe ich mir erfüllt, einige vergessen und andere durch den Reifeprozess erfolgreich abgelegt. Viele Träume sind (Sehn)Süchte. Die (Sehn)Sucht nach Anerkennung und Liebe, denn
jede Sucht ist im Grunde eine
pervertierte Sehnsucht.
Es gibt so viele Süchtige,
weil so viele Sehnsüchte
unerfüllt bleiben.
(Hans Kruppa)
Der Wunsch nach Anerkennung und Liebe, oft in Kombination mit fehlender Selbstliebe und dadurch entstehenden Minderwertigkeitsgefühlen, weckt diese (Sehn)Sucht. Die Geltungs-Sucht zu “elitären Kreisen” gehören zu wollen, ebenso wie die Sucht nach Statussymbolen.
Erich Fromm schrieb darüber ein interessantes Buch: Haben oder Sein (darauf komme ich ein ander Mal genauer zurück)
Vielleicht liegt es an meiner bürgerlichen Herkunft, dass ich längste Zeit auf dem Boden geblieben bin. Vielleicht an meinen Freunden, die aus allen Gesellschaftsschichten kommen, vielleicht liegt es an der Erziehung meines Vater, der mir Offenheit und Ehrlichkeit, vor allem die Ehrlichkeit im Herzen nahe gebracht hat. Vielleicht ist es aber auch meine eigene Tiefgründigkeit, die mich immer dazu veranlasst hat, genauer nachzufragen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Vielleicht ist es aber auch die Tatsache, dass ich mich sicherlich mehrmals, aber einmal so richtig nach einem Höhenflug auf die Nase gelegt habe. Womöglich ist es aber auch eine Kombination aus alle dem.
Die innere Ruhe und Zufriedenheit, die ich in mir im Moment verspüre (ich hoffe, das hält an ) hat mehrere Faktoren.
- Es ist meine Wohnsituation, die ich mir auf meine Bedürfnisse hin ausgesucht habe. (auch das war übrigens eine Bestellung an das Universum, die ich dankend angenommen habe)
- Es sind meine sozialen Kontakte, die mir Stabilität geben - nicht zuletzt natürlich meine Kavaliere, bei denen ich mich so gut aufgehoben fühle und die mich auf Händen tragen.
- Es ist meine berufliche Situation, nach wie vor selbständig und frei zu sein. Selbständigkeit ist hier bitte nicht zu verwechseln mit Faulheit, denn ich arbeite in der Tat selbst und ständig. Meine Arbeit erfüllt mich, doch sie entwickelt sich stetig weiter.
- Es ist meine Gesundheit, auf die ich achte und die ich pflege durch Sport, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf.
- Es ist meine Sexualität, die ich frei und selbstbestimmt auslebe.
- Es ist die finanzielle Unabhängigkeit und Sicherheit, die es mir ermöglicht ruhig zu schlafen, keine Existenzängste (mehr) zu verspüren und die es mir ermöglicht, gelassen und ohne Druck meine Arbeit zu tun.
Der amerikanische Psychologe Maslow stellte in seiner Bedürfnispyramide für die vollkommene Zufriedenheit im Leben diese Pyramide auf:

Ohne die Pyramide im Detail gekannt zu haben, sind es exakt diese Ziele, die ich für mein Leben
angestrebt und mit meinen 30 Lenzen größtenteils verwirklicht habe. Diese Punkte sind nach Meinung Maslows nötig, um zur absoluten Zufriedenheit zu finden. Ein Punkt, mit dem ich mich auch in meinen Kolumnen immer wieder identifiziert habe ist, dass die Sexualität eines jeden Menschen zum Grundbedürfnis zählt.
Das wird leider immer noch viel zu sehr unterschätzt.
Mit meinem Dasein als Kurtisane der Moderne vereinbare ich die sexuelle Selbstbestimmung (Stufe 1) und sexuelle Freiheit mit der 2. Stufe, der finanziellen Sicherheit und der 3. Stufe, dem sozialen Bedürfnis nach Freundschaft, Partnerschaft und Kommunikation.
Durch die finanzielle Unterstützung (damals noch im Escortservice) konnte ich mir eine eigene
berufliche und private Sicherheit ermöglichen. Dies wiederrum stärkte meine soziale Anerkennung,
auch und vor allem mir selbst gegenüber (Selbstachtung – Stufe 4).
Stufe 5 wird aktuell umgesetzt.
Ich bin mit meinen beruflichen Plänen und meiner Weiterentwicklung gerade mitten im
Geschehen und gehe in meiner Rolle förmlich auf.
Meine Lebensphilosophie kurz zusammengefasst würde lauten:
Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und nur, wer sich selbst liebt und schätzt
(was mit der Selbstverwirklichung der eigenen Wünsche einhergeht), ist in der Lage, ein
vollkommen zufriedenes Leben zu führen und glücklich zu sein. Menschen, die sich selbst lieben sind positiver und dadurch auch leistungsfähiger und erreichen ihre Ziele meist durch ihre Lebensenergie schneller und effektiver. Diese Umstände kommen auch den Mitmenschen im engen Umfeld zu gute, da Selbstliebe nicht mit Egoismus verwechselt werden darf.





Liebe Vanessa,
ich finde dich sehr interessant und muss sagen fuer deine jungen 30 j hast du einiges erlebt und das Leben hat dich schon vieles gelernt und du setzt es auch ganz gut um.
Die innere Zufriedenheit des Menschen ist ein sehr gutes Thema, geht es doch jeden was an, und bei vielen ist da so vieles im argen.
Ich denke das ein Treffen mit dir wirklich eine Bereicherung sein kann und wuerde dich gerne einmal in Muenchen treffen, vielleicht sogar im Variete GOP.
ueber eine Antwort wuerde ich mich sehr freuen, ich wuerde mich gerne noch viel genauer mit dir unterhalten, jetzt lese ich aber noch sehr gerne auf deiner wahnsinnig interessanten Seite weiter, ich war bis jetzt nur beim ersten Fenster.
Aber leider finde ich den fraenkischen Dialekt sehr unerotisch, geradezu abturnend…..
lieben Gruss
Thomas
Lieber Thomas,
vielen Dank für dein Feedback. Ich freue mich darüber, wenn meine Beiträge auch anderen Menschen aus der Seele sprechen und ich mich dadurch ihnen ein Stück näher bringen kann. Bislang wurden meine Internetauftritte und die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit eher von Äußerlichkeiten dominiert.
Es freut mich natürlich auch zu lesen, dass Du mich gerne persönlich kennenlernen möchtest. Da ich nach wie vor im seriösen Begleitservice tätig bin, wäre das evtl. eine Alternative für dich, so musst Du dir über meinen unerotischen Dialekt schon mal keine Gedanken machen.
Lieber Gruß
Vanessa Eden
Hallo Vanessa,
die Pyramide sollte man aber, meiner Meinung nach, nicht so sehen,
dass Stufe für Stufe abgearbeitet werden muss um bis nach ganz oben zu gelangen. Z.b. kann man durchaus das “Nirvana” der Selbstverwirklichung erreichen ohne materielle und berufliche Sicherheit zu erlangen.
Dieses Modell ist für mich also kein Kochrezept.
Liebe Grüsse
Jürgen
Hallo Jürgen,
da hast Du sicherlich Recht. Doch habe ich bei mir persönlich festgestellt, dass eben diese Punkte, die ich später auch bei Maslow fand, dazu beigetragen haben – also zur inneren Zufriedenheit. Das muss natürlich nicht zwingend bei allen Personen so sein. Ich denke, es kommt auch einfach darauf an, welche Ziele und Prioritäten man sich selbst in seinem Leben steckt, gerade, was die persönliche Weiterentwicklung angeht.
Das “Nirvana” der Selbstverwirklichung ohne jegliche materielle oder berufliche Sicherheit halte ich für außergewöhnlich, das nur Exoten gelingt, die sich völlig frei von materiellen Dingen machen können – ohne Existenzängste zu bekommen. Dahinter steckt meist ein tiefer Glaube an eine “höhere Macht”. Ich denke dabei auf Anhieb an Rainer Langhans, den ich bei Erwin Pelzig persönlich kennenlernen durfte.
lg Vanessa
Hallo Vanessa,
ja, ich denke gerade in den östlichen Kulturen ist dieses, sich frei machen von materiellen Dingen, weiter verbreitet als bei uns im Westen.
Hier sind es wirklich nur wenige, die das können oder wollen.
Zumal unsere Gesellschaft für diese Art des Lebens kein Gespür hat.
Nochmal zu Maslow: man sollte auch bedenken, dass er dieses Modell 1943 vorgestellt hat. Damals war die Welt noch übersichtlicher und einfacher strukturiert als Heute.
Ein schönes Beispiel für den genauen Aufbau dieser Pyramide ist auch
Daniel Defoes Roman “Robinson Crusoe” von 1719.
lg
Jürgen
[...] gehe noch einen Schritt weiter. Maslow zählt in seiner Bedürfnispyramide- so wie auch ich - die Sexualität zu den menschlichen Grundbedürfnissen, wozu auch das Trinken, [...]